Langfristige Geldanlage - Lohnt sich das Investment in Gold?

Investments in alternative Energien

Der Trend des gesunden und umweltbewussten Lebensstils geht zum Glück auch an der Energiebranche nicht spurlos vorbei: Der Markt für Investments in alternative Energien boomt und hat sich längst global etablieren können. In den vergangenen Jahren wurden bereits zahlreiche Großprojekte erfolgreich realisiert, um eine nachhaltige und zukunftsorientierte Energiegewinnung zu sichern. Somit stellt die Investition in alternative Energien sowohl eine ökologische als auch wirtschaftlich wertige Kapitalanlage dar.

Investments in Photovoltaik

Interessierten Anlegern werden zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten geboten, um in erneuerbare Energien zu investieren.

Seit einigen Jahren ist die Solarenergie auf dem globalen Markt fest verankert und wird in zwei unterschiedliche Bereiche unterteil:

  • Mit Hilfe der Solarthermie wird Sonnenenergie zur Bereitung von Warmwasser in Wärmeenergie umgewandelt.
  • Durch Photovoltaik wird Lichtenergie mittels Halbleitermaterialien zu elektrischer Energie umgewandelt, um dadurch Strom zu erzeugen (photoelektrischer Effekt).

Gerade der Bereich der Photovoltaik ist für potentielle Investoren interessant. Denn egal ob in Aktien oder Solaranlagen – je nach Investitionsbudget gibt es vielfältige Investitionsmöglichkeiten.

Hier gilt es zunächst zwei verschiedene Investitionsgruppen zu unterscheiden.

Professionelle Investoren

Unternehmen, Institutionen und professionelle Anleger mit entsprechendem finanziellen Hintergrund beteiligen sich an bereits bestehenden Solaranlagen, mit dem Ziel wirtschaftliche Gewinne zu erzielen.

Im professionellen Bereich liegen Renditechancen in der Regel zwischen 6 und 9 %. Investoren sollten sich jedoch grundsätzlich im Klaren sein, dass Kapitalanlagen auch in diesem Bereich immer mit gewissen Risiken verbunden sind. So können Umwelteinflüsse, wie z.B. Schlechtwetterperioden, signifikante Auswirkungen hinsichtlich der Renditeerwartung mit sich bringen, wodurch zu erwartende Gewinn geschmälert oder gar gänzlich hinfällig werden.

Private Investoren

Privatpersonen, die Photovoltaik in Kombination mit dem Eigenheim nutzen, haben das Bedürfnis nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit. So kann die Produktion von eigenem Strom dazu dienen, die Kosten durch den Stromverbrauch zu reduzieren oder gegebenenfalls Gewinne durch die Einspeisung des überproduzierten Stroms in das hiesige Versorgungsnetz zu erzielen.

Grundsätzlich müssen für die Nutzung von Photovoltaik im privaten Bereich einige Voraussetzungen beachtet werden. Denn ob eine Photovoltaik-Anlage rentabel ist, hängt zum einen von der nutzbaren Dachfläche (Ausrichtung und Neigung) und zum anderen von den Umgebungsbedingungen ab (Höhe der Nachbargebäude und Vegetation). Zusätzliche wichtige Faktoren für eine Entscheidungsfindung sind zudem der Kaufpreis und staatliche Fördermöglichkeiten.

Solarenergie

Investments in Windkraft

Im Sektor der Windenergie können sich Anleger in Form von Fonds und Genussscheinen finanziell beteiligen. Durch die Kommandit-Einlage wird der Investor somit direkt am Ertrag beteiligt. Durch die hohe Anzahl an Windparks werden den Anlegern auch innerhalb Deutschlands diverse Investitionsmöglichkeiten geboten. Um einen neuen Windpark zu errichten, werden häufig geschlossene Fonds gebildet. Hier handelt es sich um das von mehreren Investoren gebündelte Kapital. Sobald das notwendige Eigenkapital erreicht ist, wird der Fond „geschlossen“ und es können keine neuen Gesellschafter mehr aufgenommen werden.

Das Volumen der Investition wird im Voraus definiert und durch eine Vielzahl an Einzelinvestoren realisiert. Diese Vorgehensweise bietet somit auch kleineren Investoren die Chance, als Kapitalgeber einzusteigen. Mit einem Anteil von rund 7 Prozent macht die Windenergie schon einen großen Teil der gesamten Stromproduktion durch erneuerbare Energien aus und bietet somit eine attraktive Investitionsgrundlage.

Dennoch ist die Errichtung eines Windparks auch mit gewissen Risiken und Nachteilen verbunden. Zum einen variiert die Intensität des Windes, dementsprechend ist auch die Möglichkeit zur Energiegewinnung durch Wind wetterabhängig und im Voraus nicht konkret planbar. Aufgrund der unstimmigen Wetterlage konnten in den vergangenen Jahren konnten die prognostizierten Erträge oftmals nicht erzielt werden, wodurch Erträge und Gewinne durch Windkraftanlagen geringer ausfielen als erwartet.

Anleger mussten schwerwiegende finanzielle Verluste hinnehmen, sodass die Seriosität der Branche zurecht infrage gestellt wurde. Da auch private Personen mit begrenzten finanziellen Mitteln problemlos in erneuerbare Energien investieren können, setzt ein Investment in erneuerbare Energien ein bestimmtes Fachwissen auf Anlegerseite voraus. Die Absicht einer „grünen Investition“ in die Zukunft darf nicht der einzige Treiber für ein Investment sein, um finanzielle Verluste zu vermeiden.

Wer vor hat in diese Form der alternativen Energie zu investieren sollte vorab eine genaue Evaluation durchführen, die mögliche Gewinn- und Renditechancen aber auch Verluste einkalkuliert. Grundsätzlich gilt: Je höher die versprochene Renditechance, desto exakter sollte die Planung des Investments sein. Notwendig sind eine umfassende Information und Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Projekt und dem finanziellen Risiko.

Außerdem ist die Intensität der Schallemissionen nicht außer Acht zu lassen. Sollten Windkraftanlagen in der Nähe eines Wohngebiets errichtet werden, sind bestimmte Mindestabstände und Grenzwerte einzuhalten, um die Anwohner nicht zu belästigen. Auch für Flora und Fauna kann die Errichtung eines Windparks beispielsweise zur Verdrängung von Lebensräumen führen.

Gesetzliche Förderung von erneuerbaren Energien

Das Reaktorunglück von Fukushima 2011 ist nur eines von vielen Beispielen, um die Dringlichkeit der Einführung und Förderung von alternativen, modernen und vor allem umweltbewussten Maßnahmen zur Energiegewinnung zu unterstreichen. Hinzukommend wird die Förderung erneuerbarer Energien staatlich unterstützt. So stellt das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) ein zentrales Förderinstrument für die Stromerzeugung dar. Das EEG trat bereits zum 1.April 2000 in Kraft und besagt, dass eine nachhaltige Entwicklung der Stromversorgung schrittweise anzustreben ist. Hierbei ist jedoch entsprechend dem Nachhaltigkeitsprinzip zu handeln, sodass sowohl volkswirtschaftliche Elemente, als auch technologische Weiterentwicklungen bei der Erzeugung erneuerbarer Energien gleichermaßen berücksichtigt werden.

Zur Überprüfung der Zielerreichung wurden bereits bei Inkrafttreten des Gesetzes feste Quoten für den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung in Deutschland festgelegt. So soll bis 2020 der Anteil erneuerbarer Energien am gesamten Stromverbrauch zwischen 40 und 50 Prozent liegen. Dieser soll im Laufe der Jahre kontinuierlich gesteigert werden, sodass bis 2050 mindestens 80 Prozent des verfügbaren Stroms durch erneuerbare Energien gewonnen wird.

Um diese Zielvorgaben zu realisieren, werden die anbietenden Netzbetreiber dazu verpflichtet, vorrangig Anlagen für erneuerbare Energien zu errichten. Außerdem muss Strom, der durch erneuerbare Energien produziert wurde, hinsichtlich der Abnahme, Übertragung und Verteilung bevorzugt werden. Des Weiteren muss dieser Strom entweder direkt vergütet werden, oder die Zahlung einer Marktprämie für den eingespeisten und direkt vermarkteten Strom wird erforderlich.

Unter anderem aufgrund dieser gesetzlichen Grundlage und dem immens wachsenden Umweltbewusstsein in der Gesellschaft wurde das allgemeine Interesse für die alternative und nachhaltige Gewinnung von Energie immer stärker in den Fokus gerückt. Demzufolge nimmt auch die Investitionsbereitschaft der Anleger in dieser Branche stetig zu.

Nach dem Reaktorunglück von Fukushima (2011) wurde eine derzeitige Rekordsumme von 260 Mrd. $ in erneuerbare Energien investiert. Prognosen zufolge soll bis 2030 eine Summe von rund 461 Mrd. $ investiert werden.

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